PMRExpo 2025 rückt sichere Einsatzkommunikation in den Mittelpunkt

(Bild: Koelnmesse / PMRExpo / Thomas Klerx)Köln (lse) – Die Fachmesse PMRExpo 2025 findet in diesem Jahr vom 25. bis 27. November in Köln statt und erwartet mehr als 260 Aussteller sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Kritischen Infrastrukturen (KRITIS), Industrie und Wissenschaft.

In diesem Jahr wird das Programm deutlich erweitert. Neben dem etablierten PMRExpo Summit kommt erstmals das Symposium „PMRExpo meets Wehrtechnik“ hinzu, das sich aktuellen Entwicklungen in der Cyber- und Drohnentechnologie widmet.

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(Bild: Koelnmesse / PMRExpo / Thomas Klerx)

Der Summit bleibt das zentrale Fachformat der Messe. Dort stellen Expertinnen und Experten praxisnahe Anwendungsfälle, Lösungsansätze und technische Entwicklungen für Leitstellen, BOS und KRITIS-Betreiber vor. Vorgesehen sind Beiträge zur Netz- und Informationssicherheit, Panels zu Notfallkommunikation bei Ausfällen oder Angriffen sowie Diskussionen zu Frequenzen und Netzinfrastrukturen für die BOS-Kommunikation. Vertieft werden Themen durch sogenannte Deep Dives, unter anderem zu Rettungseinsätzen in schwierigem Gelände und zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in Leitstellenprozessen.

Neu im Programm ist das Symposium „PMRExpo meets Wehrtechnik“. Es soll den fachlichen Austausch zwischen Bundeswehr, Katastrophenschutz, Forschung und Industrie fördern. Zu den Inhalten zählen Beiträge zu hybriden Bedrohungen, Anforderungen an den Bevölkerungsschutz und der Rolle digitaler Infrastrukturen in sicherheitsrelevanten Szenarien. Schwerpunkt ist die Analyse aktueller Einsatzrealitäten und der damit verbundene technische Anpassungsbedarf, etwa bei Drohnenoperationen und Cyberabwehr.

Die Connecting Area dient erneut als zentraler Treffpunkt für Austausch, Präsentationen und kurze Fachvorträge. Vorgesehen sind Beiträge zu vernetzten Sicherheitsanwendungen, die Vorstellung der Ergebnisse des Hackathon@PMRExpo sowie Präsentationen verschiedener Arbeitskreise des PMeV. Dazu gehören unter anderem der Arbeitskreis Notfallkommunikation, der Arbeitskreis BOS-Messenger und der Fachbereich Objektfunkversorgung.

(Bild: Koelnmesse / PMRExpo / Oliver Wachenfeld)Die Arbeitskreise beleuchten vor allem technische und organisatorische Fragen der künftigen Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kommunikationssystemen. Themen sind wirtschaftliche und technische Anforderungen an den Objektfunk, der Vergleich verschiedener Notfallkommunikationssysteme wie Satelliten, Paging oder TETRA/DMR sowie die Frage, wie offene Standards die Anschlussfähigkeit moderner BOS-Kommunikation unterstützen können.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Der (ergänzend zum Tagesticket kostenpflichtige) Summit, als zentrales Fachformat, hat nach der CORONA-Pause deutlich an inhaltlicher Anwenderqualität verloren.
    Partielle Einzelvorträge hatten eher den Charakter einer Marketing-Verlautbarung bzw. Werbe-Clip, wie toll und einfach sowie erfolgreich anbieterspezifische Lösungen etabliert wurden. In Verbindung mit so gut keinen Reibungsverlusten während der Implementierung und keinerlei Adaptierungsschwierigkeiten hinsichtlich der tagesüblich zu unterstützenden BOS-Dienstroutine.
    Ergänzende Aspekte zur Modularität (kein Lock-In, transparente Schnittstellenspezifikationen), Resilienzansätze (redundante Kernsystemredundanz) oder Konzepte zur belastbaren Ausfallsicherheit (in Krisen- und Katastrophensituationen, wo BOS-Führungsunterstützungssysteme extrem gefordert sind), wurden noch nicht einmal angedeutet.
    Die öffentliche Stromversorgung und kommerzielle Telekommunikationsoptionen (Festnetz, Mobilfunk, Internet) stehen ja uneingeschränkt zur Verfügung. Und betriebliche Security-Herausforderungen im Zeitalter hybrider Bedrohungen bzw. Cyberware (gerade für exekutiv agierende BOS) hat man selbstverständlich auf der Anbieterseite voll im Griff. Für optisch chice App-Ansätze, oder kommerziell praktizierte Mobilfunknetzeinbindungen im Hintergrund, wurden/werden ganz schnell security-relevante No-Go´s deutlich relativiert oder gleich ganz geopfert. Wobei der Eindruck entstehen musste, dass die Lieferanten oder IT-Providerseite nur auf expliziter Nachfrage hin die von ihnen naturgemäß vollumfänglich “beherrschten“ Security-Aspekte „im Griff“ haben, wobei die Nachfrageseite froh ist, irgendeine (personalreduzierende) IT-Ablaufverbesserung bzw. Unterstützungstools einzukaufen, ohne die konzeptionellen „Lücken“ bzw. operativ vorher abzuklärenden Herausforderungen und Folgeaufwendungen technologisch-administrativ annähernd einschätzen zu können. Eine einmal operativ auf Jahrzehnte nur unzureichend abgewogene IT-Systeminfrastrukturentscheidung könnte sich auf der BOS-Anwenderseite schnell als jahrzehntelanger Mühlstein herausstellen. Wobei dadurch (propritär) spätere Featureergänzungen oder Schnittstellenanpassungen alternativlos mit sehr, sehr viel Geld bezahlt werden muss!
    Man schaue beispielweise bei Leitstellenlösungen nach NRW, wo zu viele Gebietskörperschaften das gleiche Produktkonzept (warum eigentlich?) „individualisiert“ haben, und somit z.B. identische BOS-Nutzungsergänzungen vom Anbieter mehrfach exklusiv abrechenbar werden. Von den lokal eigentlich immer wieder unnötig aufzubringenden Anpassungskosten (Steuergelder!) bei jedem IT-üblichen Systemupgrade mal ganz zu schweigen.
    Im Gegensatz vor der Corona-Pause werden aus Sicht realer BOS-Anwender im PMRexpo-Summit realitätsbezogene Fachvorträge doch stark vermisst. Ersatzweise durchgeführte Panel-Diskussionen wiederholen zu plakativ (kaum wirklich nachvollziehbar) berechtigte Sichtweise bzw. (legitimen) Standpunkte einzelner Akteure, ohne auf die eigentlichen politischen, organisatorischen, technologischen und pekunäre Einführungs- und Umsetzungshürden bei der Einführung sowie Dauerbetrieb solcher hochkomplexen Real-Time-Vernetzungsgrundlagen annähernd einzugehen. JA zur Werbung für die eigene Produktpalette; NEIN hinsichtlich einer sorglos ausufernden Darstellung von vollumfänglicher Herstellerkompetenz mit unübersehbarem Trend zur Bevormundung (Abhängigkeitsbestrebungen) leider vielfach nur egozentrisch einzeln (Standards?) nachfragender BOS-Kunden.

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