RETTmobil 2026 kündigt praxisnahes Fortbildungsprogramm an

(Bild: Messe Fulda)Fulda (lse) – Vom 6. bis 8. Mai 2026 findet in Fulda die RETTmobil International statt. Die 24. Auflage der Fachmesse setzt nach Angaben des Veranstalters erneut einen inhaltlichen Schwerpunkt auf ein umfassendes und praxisnahes Fortbildungsprogramm für Fachkräfte aus Rettungswesen, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Im Bereich der medizinisch-rettungsdienstlichen Fortbildung stehen herausfordernde Einsatzszenarien im Fokus. Thematisiert werden außergewöhnliche Lagen wie Geiselnahmen oder Sprengfallen und beispielsweise das Erkennen schwerwiegender Verletzungen wie Polytraumata. Auch die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Rettungsdienst vor dem Hintergrund globaler Krisen und veränderter Sicherheitslagen ist eines der Themen. Weitere Schwerpunkte bilden die neuen Reanimationsleitlinien, moderne invasive Notfalltechniken wie REBOA oder eCLS sowie die Flugrettung und die Zusammenarbeit zwischen luft- und bodengebundenem Rettungsdienst. Hier wird der Blick besonders auf Schnittstellen und Human Factors gerichtet.

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Die Workshops der RETTmobil 2026 sollen ausgewählte Themen interaktiv vertiefen. Vorgesehen sind unter anderem Inhalte zum Airway-Management, zu Grundlagen der Notfallsonographie (POCUS) bei Traumapatienten sowie an Herz und Lunge, zu Kommunikationsstrategien in herausfordernden Einsatzsituationen und zu Trainings zur persönlichen Handlungssicherheit. Weitere Programmpunkte betreffen die supraglottische Atemwegshilfe LT-evo in Theorie und Praxis, Maßnahmen zur Blutungskontrolle beim Menschen sowie K9 Bleeding Control zur Versorgung verletzter Rettungshunde.

(Bild: Carina Jirsch/Messe Fulda)Einen besonderen Stellenwert nehmen die Praxis-Workshops ein, die in Kooperation mit der Feuerwehr Fulda, den Maltesern Fulda und der LUKAS Rescue League durchgeführt werden. Für die Feuerwehr stehen unter anderem die Erkundung batterieelektrischer Fahrzeuge, der sichere Umgang mit schweren Lasten mithilfe pneumatischer Hebekissen sowie Hands-on-Trainings mit modernen Rettungsgeräten im Mittelpunkt. Der Rettungsdienst widmet sich der Traumaversorgung nach internationalen Standards, der Einsatzkoordination mit Fokus auf Kommunikation, Erstversorgung und Arbeitsabläufe sowie der Atemwegssicherung bei erschwertem Patientenzugang. In gemeinsamen Trainings von Feuerwehr und Rettungsdienst sollen komplexe Einsatzlagen realitätsnah simuliert werden.

ASB-Bundesvorsitzender übernimmt Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft der RETTmobil 2026 übernimmt der Bundesvorsitzende des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), Knut Fleckenstein. Er verweist in der Messe-Ankündigung auf die Bedeutung der Fachmesse als zentralen Treffpunkt der Blaulichtorganisationen und zugleich auf die wachsenden Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz sowie die Notwendigkeit kontinuierlicher Qualifizierung.

Auch die 24. RETTmobil International versteht sich als Treffpunkt des internationalen Rettungswesens. Ziel ist es, die internationale Einsatzwelt in ihrer fachlichen Breite abzubilden. Nach Angaben des Veranstalters ist die Nachfrage der Aussteller erneut sehr hoch. Die Ausstellungsflächen sind demnach so gut wie ausgebucht. Neben zahlreichen Ausstellern aus dem Rettungsdienst präsentieren unter anderem Fahrzeughersteller wie Daimler Truck, MAN, VW, Mercedes-Benz oder INEOS ihre Produkte. Auch Hersteller von Feuerwehrfahrzeugaufbauten werden in Fulda zu finden sein.

Vertreter aller großen Hilfsorganisationen kommen zudem wieder zum sogenannten Elefantentreffen zusammen, um den Austausch innerhalb der Blaulichtgemeinschaft zu vertiefen.

Die RETTmobil International ist eine jährlich in Fulda stattfindende internationale Fachmesse für Rettung und Mobilität. Sie richtet sich an Einsatzkräfte aus Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Katastrophenschutz und verbindet Fachausstellung mit begleitendem Fortbildungs- und Kongressprogramm.

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