Interschutz stellt Rettungsdienst in den Fokus

(Bild: Rainer Jensen/Deutsche Messe AG)Hannover (lse) – Steigende Einsatzzahlen, komplexe Schadenslagen und ein Mangel an Fachkräften verändern die Rahmenbedingungen im Rettungswesen seit einiger Zeit. Welche Antworten Organisationen, Hersteller und Forschung auf diese Entwicklungen geben, möchte die Fachmesse „Interschutz“ vom 1. bis 6. Juni 2026 in Hannover zeigen. Die Messe versteht sich als internationale Plattform für den fachlichen Austausch zu aktuellen Trends im Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz.

Demografische Veränderungen, regionale Unterschiede und der Fachkräftemangel zwingen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben nicht nur in Deutschland dazu, ihre Abläufe zu prüfen und sowohl neue organisatorische als auch technische Lösungen zu entwickeln. Die Messe in Hannover greift diese Themen auf und beleuchtet, wie Prozesse beschleunigt, Einsatzkräfte entlastet und Systeme insgesamt widerstandsfähiger gestaltet werden können. Parallel dazu nehmen komplexe Einsatzszenarien zu, etwa durch Extremwetterlagen, den Ausfall Kritischer Infrastrukturen oder mehrere zeitgleiche Schadensfälle. All dies stellt hohe Anforderungen an Führung, Koordination und Kommunikation.

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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der fortschreitenden Digitalisierung im Bevölkerungsschutz und Rettungswesen. Moderne Lageführung, vernetzte Einsatzmittel und robuste Kommunikationssysteme spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Frage, wie sich neue Technologien zuverlässig in den Einsatzalltag integriert lassen. Auf der Interschutz soll gezeigt werden, dass Digitalisierung kein Selbstzweck ist, sondern als Mittel zur Unterstützung der Einsatzkräfte und zur Steigerung der Versorgungsqualität dient.

Ausstellungsbereich zum Thema Rettungswesen

Der Ausstellungsbereich zum Thema Rettungswesen wird nach Auskunft der Messegesellschaft die gesamte Rettungskette berücksichtigen. Internationale Anbieter präsentieren Lösungen von Rettungs- und Sonderfahrzeugen über Medizintechnik und Transporthilfen bis hin zu digitalen Anwendungen und Dienstleistungen. Gezeigt werden unter anderem neue Entwicklungen bei Fahrtragen, Tragstühlen und Notfallrucksäcken, Sonderfahrzeuge sowie Geräten für technische Hilfeleistung. Auch Fachbereiche wie die Wasser-, Eis- oder Luftrettung werden ausführlich dargestellt.

Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Fach- und Konferenzprogramm. Geplant sind Vortragsveranstaltungen, die das Rettungswesen im europäischen Vergleich beleuchten, sowie der Austausch zwischen den Bundesländern im Länderausschuss Rettungswesen. Hintergrund ist die föderale Verantwortung der Länder für den Rettungsdienst in Deutschland, die eine enge Abstimmung über Standards, Strukturen und Reformbedarfe erforderlich macht.

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