Dortmunder Rettungsdienst blickt auf 50-jährige Geschichte
(Bild: Feuerwehr Dortmund)Dortmund (lse) – Seit 50 Jahren gibt es den Rettungsdienstverbund Dortmund. Am 1. April 1976 starteten der ASB, das DRK sowie die Feuerwehr, Johanniter und Malteser, um die Notfallrettung, den Krankentransport und die Einsatzführung in der Ruhr-Metropole gemeinsam sicherzustellen.
Was einst als organisatorischer Zusammenschluss begann, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem starken Team entwickelt. 1976 standen für die gesamte Stadt zum Beispiel acht Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug bereit. Heute sind es 35 RTWs und sechs NEFs. Auch gesetzliche Vorgaben zu Hygiene, Arbeitssicherheit und komplexere Einsätze haben die Entwicklung vorangetrieben.
Spezialfahrzeuge ergänzen die Standardflotte
Die Standardflotte wird durch Spezialfahrzeuge ergänzt. Ein Intensivtranswagen übernimmt den Transport intensivpflichtiger Patientinnen und Patienten zwischen den Kliniken; ein Kindernotarztwagen wird speziell für Einsätze mit Kindern und Säuglingen vorgehalten. Seit 2025 steht zudem ein Intensivtransporthubschrauber fest dem Dortmunder Rettungsdienst zur Verfügung.
(Bild: Feuerwehr Dortmund)Auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden hat sich stark verändert: Aus der damals 520-stündigen Rettungssanitäter-Ausbildung wurde 1989 der zweijährige Beruf des Rettungsassistenten, der 2014 durch die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter ersetzt wurde. Diese Ausbildung erlaubt den Retterinnen und Rettern, weitreichende, vom Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) freigegebene Maßnahmen durchzuführen und bestimmte Notfallmedikamente zu verabreichen. Gemeinsame Übungen und Überprüfungen stärken die Zusammenarbeit und sichern eine qualitativ hochwertige Hilfeleistung.
Fünf Organisationen ziehen an einem Strang
(Bild: Feuerwehr Dortmund)Träger des Rettungsdienstes sind in Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte. In Dortmund ist demzufolge die Stadt Dortmund zuständig, die diese Aufgabe an das Stadtamt 37 – die Feuerwehr – delegiert hat. Der Rettungsdienstverbund und seine Partner stellen nicht nur die Notfallversorgung in Dortmund sicher, sondern sind auch ein wichtiger Teil des Bevölkerungsschutzes.
Seit Beginn der 1960er-Jahre engagiert sich die Stadtgliederung der Malteser im Katastrophenschutz. 1972 nahm die Hilfsorganisation mit einem Krankentransportwagen ihren Dienst im Rettungsdienst Dortmund auf. Aktuell betreiben die Malteser in Dortmund zwei Rettungswachen. Während an der Rettungswache Hafen gegenwärtig fünf Krankentransportwagen stationiert sind, besetzen die Malteser an der Rettungswache Brackel zurzeit drei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug. Ortsnahe Aus- und Fortbildungen für das Rettungsdienstpersonal bietet das Maltesereigene Bildungszentrum Westfalen in Dortmund-Aplerbeck.
Die Dortmunder Johanniter gehören zum JUH-Regionalverband Östliches Ruhrgebiet. Er umfasst auch die Städte Hamm, Unna und Lünen. Der Regionalverband beschäftigt zurzeit mehr als 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Kolleginnen und Kollegen des ASBs besetzen neben vier RTWs und einem NEFs im Rahmen des kommunalen Rettungsdienstes auch drei KTWs, verteilt auf das Dortmunder Stadtgebiet.
Der DRK-Kreisverband Dortmund ist mit über 160 Mitarbeitern im öffentlichen Rettungsdienst der Stadt Dortmund aktiv. An seinen Rettungswachen in den Stadtteilen Mitte-Süd, Scharnhorst und Hombruch besetzt das Deutsche Rote Kreuz sechs RTWs und fünf KTWs. An der Notarztwache am Städtischen Klinikum Mitte besetzen Mitarbeiter der Organisation ein NEF und ein Kinder-NEF. Aus- und Fortbildungen führt das Dortmunder DRK an seiner verbandseigenen Rettungsdienstschule in Dortmund-Aplerbeck durch.
Dank der guten Ausbildung und engen Kooperation kann Hilfe schnell auch über die Stadtgrenzen hinaus geleistet werden, eingebunden in die Konzepte des Landes Nordrhein-Westfalen.
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