- Anzeige -
Top

News

Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege Bremen 2017Bremen (rd_de) Das dreitägige Symposium „Intensivmedizin und Intensivpflege” in der Messe Bremen wurde vergangene Woche (15. 17.02.2017) von 4.500 Teilnehmern besucht.

Als „Hot Topic” wählten die Veranstalter das Thema „Terror Was bedeutet das für die Notfall- und Akutmedizin”. David Schiller beispielsweise referierte über die aktuelle Terrorgefahr in Deutschland und stellte potenzielle Täter und deren Taktik vor. Jan Vaes aus Belgien war als Einsatzleiter bei den Anschlägen am Brüsseler Flughafen zugegen und erläuterte dem Fachpublikum, wie der Rettungseinsatz verlief.

Weitere Programmpunkte, die nicht zuletzt die Präklinik betrafen, waren unter anderem Vorträge über das Polytrauma, Atemwegsmanagement, Kindernotfälle und Notfall-Hypnose.

470 Referenten gestalteten das Vortrags-, Workshop- und Fortbildungsprogramm zu Anästhesie, Intensiv und Notfallmedizin bis zum Krankenhausmanagement. In der begleitenden Messe präsentierten sich 196 Hersteller, Händler und Dienstleister.

(23.02.2017; Foto: Jan Rathke/Messe Bremen)

ASB Berlin im Olympiastadion_580Berlin (rd_de) Wenn am Wochenende der 22. Spieltag der Bundesliga-Saison 2016/2017 stattfindet, sind auch die Sanitätsdienste wieder gefordert. Der ASB Berlin zum Beispiel ist im heimischen Olympiastadion zu Hause. Immer, wenn Hertha BSC zu seinen Heimspielen antritt, ist auch der Arbeiter-Samariter-Bund Berlin gefordert. Bis zu 75.000 Menschen finden im Olympiastadion Platz.

Schon viereinhalb Stunden vor dem Anpfiff treffen sich die Einsatzkräfte des ASB Berlin in Reinickendorf, dem Standort des ASB-Regionalverbandes Berlin-Nordwest. Seit 1981 greift die „alte Dame” Hertha BSC, wie der Bundesligist von den Berlinern genannt wird, für den Sanitätsdienst im Olympiastadion auf die Samariter zurück.

Zum Tross des ASB Berlin zählt auch ein Einsatzleitwagen. In ihm wird das dreiköpfige Führungsteam die Fäden ziehen. Das heißt, die Einsatzleitung des Sanitätsdienstes befindet sich außerhalb des Stadions. Eine Berliner Besonderheit und in modernen Fußballarenen undenkbar.

Was den Sanitätsdienst des ASB Berlin im Olympiastadion sonst noch so ungewöhnlich macht, erfahren Sie in unserem eDossier: „ASB Berlin: Sanitätsdienst im Olympiastadion”.

(Text: Bernd Burschewski, Journalist; zuletzt aktualisiert: 23.02.2017)

eDossier „ASB Berlin: Sanitätsdienst im Olympiastadion”
• Umfang: 9 Seiten
• Dateigröße: ca. 3,4 MB/PDF-Format
• Ein Beitrag aus Rettungs-Magazin 2/2015

Bremen (rd_de) Wann und wie viel Sauerstoff benötigt ein Notfallpatient? War längere Zeit generell die hoch dosierte Sauerstoffgabe das Maß aller Dinge, hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt. Es wird ein differenzierteres Vorgehen empfohlen. Das Motto scheint zu lauten: Sauerstofftherapie? Nebenwirkungen beachten!

So scheint die hoch dosierte Sauerstoffgabe bei Patienten mit einem unkomplizierten Myokardinfarkt für den Patienten schädlich zu sein. Die Datenlage hierzu ist allerdings beschränkt. Dennoch empfiehlt das ERC bei Patienten mit unkompliziertem Myokardinfarkt eine Sauerstoffsättigung von 94 bis 98 Prozent oder 88 bis 92 Prozent Sauerstoffsättigung bei Patienten, bei denen das Risiko einer Atemdepression aufgrund eines zu hohen Kohlendioxidpartialdruckes (Hyperkapnie) besteht.

Sauerstofftherapie: Nebenwirkungen beachten!

Das bedeutet, dass nicht mehr umgehend bei jedem Patienten mit einem unkomplizierten Myokardinfarkt Sauerstoff appliziert werden sollte. Vielmehr ist zunächst die Sauerstoffsättigung zu messen und nur einem solchen Patienten ist dann Sauerstoff anzubieten, wenn seine Sättigung unter 94 Prozent liegt.

Im Rahmen der kardiopulmonalen Reanimation empfiehlt das ERC weiterhin die Beatmung mit hoch dosiertem Sauerstoff bei Erwachsenen. Sobald der Patient allerdings wieder einen Spontankreislauf erlangt, soll auch hier eine Überversorgung mit Sauerstoff vermieden werden.

Im Gegensatz dazu wird bei der Reanimation von Neugeborenen die Verwendung von Raumluft empfohlen. Erst wenn trotz optimaler Ventilation und Oxygenierung keine akzeptablen Werte erreicht werden, wird zur Verwendung von hoch dosiertem Sauerstoff geraten.

Die American Heart Association (AHA) empfiehlt zur Therapie des akuten Schlaganfalls die Sauerstoffgabe nur bei hypoxischen Patienten (Sauerstoffsättigung < 94 Prozent) oder wenn die Sauerstoffsättigung unbekannt und nicht zu ermitteln ist.

Und auf noch etwas sei hingewiesen: Der Rat, Patienten mit einer akuten Verschlechterung einer COPD oder einem Asthmaanfall nur wenig Sauerstoff zu verabreichen, da ansonsten die Gefahr eines Atemstillstandes droht, ist schon lange als Ammenmärchen entlarvt worden. Dennoch wird der Hinweis weiterhin in einigen Lehrbüchern aufgeführt.

(Text: Thomas Semmel, Dozent im Rettungsdienst, ERC ALS-Instruktor, PHTLS-Instruktor; Symbolfotos: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 22.02.2017)

Mainz (BF) Zehn Personen haben am Dienstag (21.02.2017) in einem Mainzer Einkaufsmarkt Atemwegsreizungen erlitten. Wie die Feuerwehr mitteilte, sei vermutlich Reizgas versprüht worden.

Die Kunden des Supermarktes hatten am Abend über leichte Atem- und Kreislaufbeschwerden geklagt. Daraufhin setzte das Personal einen Notruf ab und räumte das Gebäude.

Die Leitstelle alarmierte ein Großaufgebot an Kräften von Rettungsdienst mit Notarzt und Feuerwehr. Die Rettungsdienst-Mitarbeiter übernahmen die Erstversorgung der zehn Patienten. Einer von ihnen musste laut Feuerwehr in eine Klinik transportiert werden.

(22.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

TransportscheineBremen (rd_de) Jeder Patient hat ein Recht darauf und vertraut auch darauf, dass mit seinen Daten sorgsam umgegangen wird. Dazu gehört, dass sie unbeteiligten Dritten nicht zugänglich gemacht werden.

Transportscheine, Notfallprotokolle oder sonstige Einsatzdokumente wie ärztliche Verordnungen einer Krankenfahrt oder elektronische Datenerfassungsgeräte dürfen deshalb nicht ungeschützt auf dem Armaturenbrett oder sonst für Dritte offen les- und einsehbar oder gar zugänglich im Einsatzfahrzeug liegen.

Einsatzberichte und andere Dokumente mit Patientenangaben sind stets vor den Blicken Dritter zu schützen und an einem angemessenen Ort zu verwahren. Daran ist zu denken, wenn ein Rettungswagen beispielsweise an einer belebten Straße abgestellt wird und Passanten neugierig ins Wageninnere schauen. Oder Angehörige eines Patienten im RTW mitfahren und die Dokumente der vorherigen Transporte zu Gesicht bekommen.

Sofern mit Datenfunk gearbeitet wird, sollte der letzte Einsatzplan auf dem Display geschützt werden. Ist das Display von außen einsehbar, sollte entweder die Displayanzeige abgedeckt oder deaktiviert werden.

Titel-2_2017_100Mehr zum Thema Datenschutz im nächsten Rettungs-Magazin. Ab 24. Februar 2017 im Handel oder versandkostenfrei in unserem Online-Shop.

(Text: Jens Wolff, Lehrrettungsassistent und Dozent im Rettungsdienst, Verbandführer und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, und Stefanie Rinösl, Datenschutzbeauftragte, Volljuristin; Symbolfoto: Markus Brändli; 21.02.2017)

Psychiatrischer-NotfallBrake (rd_de) Das Kriseninterventionsteam (KIT) Wesermarsch veranstaltet am Samstag, 12. August 2017 die vierte Fachtagung zum Thema „Krisenintervention in Extremsituationen/Sonderlagen”. Die Veranstaltung findet in Brake (Unterweser) statt.

Experten aus den Bereichen Krisenintervention und Notfallseelsorge werden an diesem Tag verschiedene Vorträge halten. Auch jüngste Ereignisse, wie der Amoklauf in München und der Germanwings-Flug 9525, stehen auf der Agenda. Auch geht es um die Hilfe für Einsatzkräfte in Not.

Die Fachtagung findet von 10 Uhr bis 17.30 Uhr in der Berufsbildenden Schule für den Landkreis Wesermarsch statt.

Das vollständige Programm gibt es hier. Die Anmeldung erfolgt online.

(21.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Neuer RTW der Bereitschaft Köngen, Mercedes Sprinter Delfis in gelbDüsseldorf (ots) Bei einer Explosion im Keller eines Wohnhauses in Düsseldorf ist am Montag (20.02.2017) ein Mann schwer verletzt worden.

Die Verpuffung habe sich laut Feuerwehr gegen 12.40 Uhr bei Lackierarbeiten im Keller ereignet. Nachbarn hörten einen lauten Knall. Daraufhin setzten sie einen Notruf ab. Rettungsdienst mit Notarzt und Feuerwehr wurden alarmiert.

Als die Rettungskräfte am Einsatzort eintrafen, fanden sie das Einfamilienhaus stark beschädigt vor. Die Feuerwehrleute retteten den schwer verletzten Mieter aus dem Keller des Hauses. Der 56-Jährige hatte sich durch die Verpuffung Verbrennungen im Gesicht und an den Händen zugezogen.

Der Rettungsdienst übernahm die Erstversorgung. Eine RWT-Besatzung brachte den Patienten in eine Klinik.

(21.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Lauf (rd_de) In Deutschland leben rund 14 Millionen hörbehinderte Menschen. Wenn sie Unterstützung durch den Rettungsdienst brauchen, kommt es häufig zu Problemen: Die Retter sind in der Regel nicht auf die Behinderung vorbereitet und die Hilfesuchenden werden nervös, wenn sie sich nicht verständlich machen können.

Als bundesweit eine der wenigen Einrichtungen ihrer Art bieten die ASB-Schulen Bayern gGmbH in Lauf an der Pegnitz (Mittelfranken) entsprechende Lehrgänge an. Hier haben Notärzte, Rettungsassistenten und -sanitäter die Möglichkeit, die Kommunikation mit hörbehinderten und gehörlosen Patienten zu erlernen.

In den Kursen erhalten die Schüler zunächst einmal Basisinformationen zum Thema Hörbehinderung. Dabei wird erklärt, welche Arten von Hörbehinderung es gibt. Was und wie können Schwerhörige, Gehörlose und CI-Träger (Cochlea Implantat) hören? Im Unterricht werden Hörhilfsmittel vorgeführt, die die Schüler selbst in die Hand nehmen und ausprobieren können. Sie erfahren, wie die Hilfsmittel zum Beispiel bei einer Kopfverletzung entfernt werden können. Zudem geht es darum, ob bei CI-Trägern Röntgenaufnahme oder MRT möglich sind und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Kommunikation mit Hörbehinderten ohne Gebärdensprache

•    Nehmen Sie Blickkontakt zum Patienten auf.
•    Schreien bringt nichts und verzerrt nur Ihr Mundbild.
•    Erklären Sie vor der Untersuchung dem Patienten langsam und deutlich, was Sie machen werden.
•    Formulieren Sie einfache und kurze Sätze, vermeiden Sie Fremdwörter.
•    Sprechen Sie Hochdeutsch, Dialekt kann man schlecht ablesen.
•    Halten Sie Blickkontakt zum Patienten, während Sie reden.
•    Benutzen Sie eine deutliche Mimik und Gestik sowie eine natürliche Körpersprache.
•    Verwenden Sie möglichst keinen Mundschutz, denn dann ist die Kommunikation unterbrochen.
•    Statt lange zu reden, konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
•    Achten Sie auf die Lichtverhältnisse hat Ihr Mundbild genügend Licht?
•    Stellen Sie sich nicht vor die Lichtquelle/Sonne. Es blendet den Patienten, und er kann nicht ablesen.
•    Ein Kaugummi oder ein Bonbon im Mund erschweren das Ablesen.
•    Stehen Sie hinter dem Patienten, ist keine Kommunikation möglich (auf die Schulter tippen, zum Beispiel bei Atembefehlen).
•    Erklären Sie dem Patienten das Ergebnis der Untersuchung; komplexe Begriffe sollten aufgeschrieben werden.
•    Wenn Sie bemerken, dass der Patient Sie nicht verstanden hat, wiederholen Sie Ihren Satz. Bei der Wiederholung ist wichtig, dass der Satz unverändert wiederholt wird. Da der Patient vermutlich schon einen Teil ablesen konnte, müsste er wieder von vorne beginnen, wenn der Satz verändert wird.

(Text: Moritz Wohlrab, ASB-LV Bayern; Foto: Matthias Grübel/ASB; zuletzt aktualisiert am 20.02.2017)

Mainz (ots) Ein Patient hat am Samstag (18.02.2017) in Mainz ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) des DRK-Rettungsdienstes demoliert. Laut DRK sei das Fahrzeug dadurch nicht mehr einsatzfähig gewesen.

Rettungsdienst und Notarzt wurden alarmiert, weil ein Mann an einer Bushaltestelle kollabiert war. Die Rettungskräfte übernahmen die Erstversorgung und brachten den Patienten in einen Rettungswagen (RTW).

Polizei und NEF an der Einsatzstelle_DRK

Laut DRK sei das Fahrzeug nicht mehr einsatzfähig gewesen. Foto: DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe

Als sich sein Kreislauf wieder stabilisierte, beleidigte er die Rettungsdienst-Mitarbeiter und verließ das Einsatzfahrzeug. Wie das DRK mitteilte, verschaffte er sich Zugang zum Fahrerhaus und versuchte, mit dem RTW zu flüchten. Den Rettungsdienst-Mitarbeitern gelang es jedoch, den Mann aufzuhalten.

Danach begann der Patient mit seinem Rucksack, auf das NEF einzuschlagen. Er trat den Außenspiegel ab und beschädigte laut Polizei ebenfalls die Motorhaube. Die herbeigerufene Polizei konnte den Mann überwältigen und festnehmen. Der Mann soll laut Polizei betrunken gewesen sein.

Erst am 15. Februar 2017 haben die Hilfsorganisationen im Landkreis Mainz-Bingen zusammen mit der Feuerwehr, der Polizei und der örtlichen Rettungsdienstbehörde eine gemeinsame Kampagne gegen Gewalt an Rettungskräften gestartet. Die Aktion „Helfer sind tabu” soll die Bevölkerung für das Problem sensibilisieren auch vor dem Hintergrund der Gesetzesinitiative der Bundesregierung  (wir berichteten).

(20.02.2017; Foto: DRK Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe)

Der Sturz von einem Balkon endet für einen 21-Jährigen tödlich. Symbolfoto: Markus BrändliDahn (ots) Ein 46-jähriger Kletterer ist am Samstag (18.02.2017) am Büttelfels bei Dahn (Landkreis Südwestpfalz) abgestürzt. Dabei hat er sich schwere Verletzungen zugezogen.

Laut Polizei war der Mann am Nachmittag beim Aufstieg abgerutscht. Dabei lösten sich seine Sicherungen. Zunächst stürzte er auf einen Felsvorsprung, danach etwa sechs Meter in die Tiefe.

Sein Kletterkamerad übernahm die Erstversorgung und setzte einen Notruf ab. Die Leitstelle alarmierte Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes mit Notarzt sowie einen Rettungshubschrauber.

Die Rettungsdienst-Mitarbeiter setzten die Behandlung fort. Der Patient wurde von dem Team des Rettungshubschraubers in eine Klinik transportiert.

 (20.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

2596248_Deutscher Bundestag_Julia Nowak-Katz_580Berlin (rd_de) Die Abgeordneten des Bundestages haben am Freitag (17.02.2017) über den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum Schutz von Rettungskräften und Polizisten beraten.

Bundesjustizminister Heiko Maas warb für eine Gesetzesinitiative, die härtere Straffen für Angriffe auf Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Polizeibeamte vorsieht. Das sei „nicht nur rechtsstaatlich geboten”, betonte Maas. „Wir sind auch der Auffassung, dass wir das den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, den Rettungskräften und den Vollstreckungsbeamten schuldig sind, denn sie leisten eine wichtige Arbeit”.

Gegenwind gab es aus der Fraktion „Die Linke”. Sie hält die Strafverschärfungen für wirkungslos. Die Abgeordneten bezweifeln, dass höhere Strafen für weniger Angriffe sorgen würden. Ähnlich äußerte sich auch die Grünen-Abgeordnete Mihalic. Der Gesetzentwurf sei nicht mehr als eine nette Geste in Richtung Polizeigewerkschaft.

Eingebracht wurde der Gesetzesentwurf zur „Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften”  von der großen Koalition. Das Bundeskabinett hatte letzte Woche den Entwurf auf den Weg gebracht (wir berichteten).

 (17.02.2017; Symbolfoto: Deutscher Bundestag / Julia Nowak-Katz)

Portkatheter_580Bremen (rd_de) Mitarbeiter im Rettungsdienst sehen sich gelegentlich mit Patienten konfrontiert, die ein Port-System besitzen. Solche Systeme werden immer dann implantiert, wenn abzusehen ist, dass ein Patient aufgrund seiner Erkrankung häufiger einen venösen Zugang benötigen wird. Werden ein paar Besonderheiten berücksichtigt, kann auch der Rettungsdienst das Port-System in einer Notfallsituation nutzen.

Die Verweildauer eines peripher-venösen Zugangs, wie er im Rettungsdienst Standard ist, beträgt maximal 72 Stunden. Wird der Zugang länger benötigt, bietet sich ein venöses, subkutan implantiertes Port-System an. Es dient als zuverlässiger und dauerhafter Zugang zum zentralvenösen Gefäßsystem. Das Portsystem besteht aus einem Port-Körper mit einer oder zwei voneinander unabhängigen Kammern. Jede Portkammer verfügt über einen röntgendichten Katheter und ein selbstverschließendes Septum. Über das Portsystem können unter anderem Medikamente in die Venen verabreicht und Blut entnommen werden.

Port-Katheter: 10 Tipps für den Rettungsdienst

Soll der Port im Rahmen der rettungsdienstlichen Versorgung eingesetzt werden, sind folgende Details zu beachten:

  • Für eine Port-Punktion dürfen nur Spezialnadeln mit „Löffelschliff” verwendet werden. Alle anderen Nadeln würden die Silikon-Membran beschädigen.
  • Portnadeln gibt es in verschiedenen Stärken und Längen. Der Rettungsdienst hat sie in der Regel nicht an Bord. Oftmals besitzen jedoch die Patienten einen kleinen Vorrat an derartigen Nadeln.
  • Vor der Punktion muss die Punktionsstelle desinfiziert und der Katheterverlauf inspiziert werden. Scheint das System undicht zu sein oder gibt es Hinweise auf eine Entzündung an der Punktionsstelle, darf nicht punktiert werden.
  • Der Patient sollte für die Punktion eine bequeme Position einnehmen. Der Oberkörper ist möglichst flach zu lagern.
  • Auf aseptische Bedingungen achten. Das heißt zum Beispiel, die Punktionsstelle vor dem Eingriff desinfizieren und sterile Handschuhe tragen.
  • Um die Punktion durchzuführen, das Portgehäuse zwischen Daumen und Zeigefinger fixieren. Es bildet sich eine Wölbung, in deren Zentrum die zu punktierende Membran liegt. Der Patient sollte tief einatmen und die Luft anhalten. Dadurch wird der Brustkorb stabilisiert.
  • Portnadel mit 0,9% NaCl-Lösung entlüften, rechtwinklig zur Membran einführen und langsam vorschieben. Auf Widerstand achten! Bei zu starkem Druck kann die Spitze der Portnadel verbiegen und die Membran beschädigt werden.
  • NaCl und Heparin in der Kammer sowie im Schlauch müssen mit einer 10-ml-Spritze (nicht kleiner, sonst wird der Druck zu groß!) abgesogen werden. Andernfalls gelingt mögliches Heparin in den Körperkreislauf.
  • Nach der Punktion die Nadel bis zur Klinikübergabe im Port belassen. Wird sie gezogen, muss das System mit NaCl gespült werden.
  • Auf mögliche Komplikationen bei der Behandlung achten. Druckstellen, lokale Infektionen, Paravasate oder eine Okklusion sind denkbar. Entsprechende Beobachtungen bei der Klinikübergabe dem Arzt mitteilen.

(Text: Dr. Ingo Blank, Chirurg und Leitender Notarzt; Symbolfoto: Markus Brändli; 17.02.2017)

Oberhausen (BF) In Oberhausen hat ein Chemie-Unfall am Donnerstag (16.02.2017) einen Großeinsatz verursacht. Der Rettungsdienst musste 150 Menschen mit Atemwegsbeschwerden behandeln.  

Der Unfall ereignete sich gegen 6.50 Uhr in einem Chemie-Betrieb. Dort war laut Feuerwehr ein 600 Kubikmeter fassender Tank mit Schwefelsäure gerissen. Dabei sei 96-prozentige Säure ausgetreten, woraufhin sich eine giftige Dampfwolke bildete.

Weil 150 Personen über Atemwegsreizungen klagten, wurde ein Großaufgebot an Kräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr alarmiert. Die Rettungsdienst-Mitarbeiter übernahmen die Erstversorgung.

Um 9 Uhr trat ein Krisenstab der Stadt zusammen, um weitere Maßnahmen zu koordinieren. Die Polizei musste zahlreiche Hauptstraßen und auch den Verkehr auf der Bundesautobahn 42 zwischenzeitlich einschränken.

Die Feuerwehr begann am Donnerstagmittag damit, die verbliebene Schwefelsäure aus dem beschädigten Tank abzupumpen.

Insgesamt waren in Spitzenzeiten über 130 Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz. Die Leitstelle hatte Einsatzkräfte aus Duisburg, Essen, Marl und Wuppertal zur Unterstützung alarmiert.

(17.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Fortbildung_580Bremen (rd_de) Fortbildungen im Rettungsdienst erinnern oft eher an ein trauriges Laienschauspiel als an eine zeitgemäße Trainingsveranstaltung. Woran liegts? Hier 10 Tipps, wie aus öder Pflicht eine interessante Kür werden kann.

1. Atmosphäre

Es kann keine produktive Lernatmosphäre geschaffen werden, wenn sich 40 Leute in einen kleinen Besprechungsraum zwängen. Das heißt, die Teilnehmeranzahl muss vorher bekannt sein, der Raum mit ausreichend Stühlen bereitgestellt werden. Kaffee und Wasser sind einfache Mittel, dass es mit der Zwischenmenschlichkeit klappt. Wer daran spart, sorgt schon am Anfang für Unmut.

2. Auftreten

Kennen sich der Dozent und die Kursteilnehmer persönlich, kann das ein Vorteil sein, wird aber oft zum Nachteil. Der Dozent muss seine Rolle neu definieren und behaupten. Er sollte souverän auftreten, aber zu Fehlern stehen. Tritt er hingegen zu herrschaftlich auf, wird die Gruppe motiviert, Fehler zu suchen. Die Fortbildung gerät dann schnell zu einem Machtkampf.

Bild1_eDossier2017_UebungenRettungsdienst: Übungen richtig planen, durchführen, auswertenjetzt als eDossier hier herunterladen!

3. Dozent

Der Dozent muss für seine Sache brennen, aber auch den Blickwinkel der Kollegen verstehen. Klassische Fehler des Dozenten sind, sich mit den Teilnehmern zu verbünden oder die oberflächliche „Kein Bock”-Mentalität zu bestätigen. Dies geschieht zum Beispiel, wenn der Dozent einräumt, eigentlich auch keinen Sinn in dieser oder jener Maßnahme zu sehen.

4. Geschäftsleitung

Der Impuls, die Struktur der Fortbildungen im eigenen Haus zu verbessern, muss in der Hierarchie von oben kommen und ehrlich sein. Aber: Pseudo-Initiativen mit dem Ziel, eine moderne Außendarstellung hinzubekommen, werden von den Mitarbeitern schnell durchschaut und dürften scheitern. Kommen Veränderungsinitiativen aus Reihen der Rettungskräfte, sollten diese ernsthaft geprüft und nicht mit klassischen Gewohnheitsargumenten („das haben wir noch nie gemacht…”) abgeräumt werden.

5. Methodik

Der Versuch, mit Moderationskärtchen im Sitzkreis zu arbeiten, führt im Rettungsdienst erfahrungsgemäß nicht zum Ziel. Dieser sehr moderative und pädagogische Ansatz ist bei dieser Zielgruppe selten erfolgreich. Dazu gehört auch die mentale Gängelung in Form von angedrohten Prüfungen für irgendwelche Rezertifizierungen.

6. Motivation

Der größte Fehler des Dozenten ist es, die Kollegen belehren und dominieren zu wollen. Dem Dozenten muss es klar sein, dass er im Normalfall auf eine unmotivierte Gruppe stoßen wird. Er darf dann aber nicht der Versuchung verfallen, das Verhalten der Teilnehmer zu spiegeln oder zu versuchen, dominant den Stoff durchzuprügeln.

Bewertungskarte-Rettungs-Magazin-webÜbungen optimal auswerten – mit dem kostenlosen Bewertungsbogen des Rettungs-Magazins kein Problem!

7. Organisation

Besonders in Zeiten des größer werdenden Personalmangels kann die hausinterne Fortbildung zu einem Aushängeschild des Rettungsdienstes werden. Das kann auf gute Fachkräfte attraktiv wirken. Voraussetzung: Die Fortbildung ist gut organisiert. Wenn aber der Ausbildungsleiter immer zu spät kommt und im Thema nicht sattelfest ist, der Beamer wieder mal nicht funktioniert und der Patientensimulator in Reparatur ist, werden alle froh sein, wenn nach zwei Stunden Schluss ist.

8. Teilnehmer

Die Motivation der Teilnehmer darf nicht die Aussicht auf das Nichtbestehen einer Rezertifizierung sein. Vielmehr muss der Dozent die einzelnen Persönlichkeiten der Gruppe erspüren: Wen gilt es zu motivieren? Wer muss in seiner Motivation gefördert und eingebunden werden? Wer ist gut in Theorie, wer in der Praxis? Wer ist ein Vorbild für andere Kollegen? Wen muss man in seiner Destruktivität ausbremsen und versuchen, seine Interessen zu treffen, um ihn damit „umzudrehen”?

9. Themen

Generell sollte bei der Auswahl der Themen auf die Verwertbarkeit im praktischen Alltag der Kollegen geachtet werden. Hier muss der Dozent seine eigenen Vorlieben hinter den thematischen Gesamterfolg der Fortbildung zurückstellen. Praxisnahe Elemente zu nutzen, ist besonders bei destruktiven Kollegen oft erfolgversprechend.

10. Ziele

Die Einheitlichkeit von Auftreten, Sprachregelungen und Lehraussagen sind Schlüsselfaktoren für die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz bei den Teilnehmern. Deshalb muss neben der materiellen und personellen Ausstattung klar definiert werden, was erreicht werden soll, welche inhaltlichen Ziele verfolgt werden und wie das Personal angesprochen wird. Denn die motiviertesten Teilnehmer bringen nichts, wenn das Dozententeam gelangweilt und visionslos ist.

(Text: Jan C. Behmann, freier Journalist, Lehrrettungsassistent; Symbolfoto: Markus Brändli; 16.02.2017)

BF Stgt Rettungsdienst Feuerwehr Stuttgart, Feuerwache 5Düsseldorf (ots) – Ein städtischer Mitarbeiter verletzte sich am Mittwochmorgen (15.02.17) in Düsseldorf bei Wartungsarbeiten auf der Theodor-Heuss-Brücke.

Der 60-Jährige befand sich in einem Hohlkörper der Brücke, als er sich um 11:50 Uhr am Bein verletzte. Auf Grund der Verletzung konnte sich der Mann nicht mehr aus eigener Kraft aus dem engen Wartungsschacht befreien. Die Rettung erfolgte durch Zusammenarbeit von Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes mit Notarzt sowie der Höhenrettungsgruppe.

Um zu dem Verletzten zu kommen, mussten die Kräfte eine Luke, mehrere enge Treppen und eine sieben Meter hohe Einmannleiter überwinden. Als sie den Arbeiter in einem Schacht in der Brückenmitte erreichten, lagerten die Höhenretter den Verunglückten auf einem Rettungsbrett. Betreut vom Notarzt, wurde der Arbeiter in einer zeitintensiven Aktion aus dem Hohlkörper gehoben.

Auf der Einstiegsplattform des Schachtes lagerten die Retter den Patienten in eine Schleifkorbtrage der Feuerwehr und ließen ihn aus 13 Metern zu Boden.

Der Rettungsdienst transportierte den Arbeiter anschließend in ein Krankenhaus.

(15.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Frei Fahrt für den Rettungsdienst in Aurich. Symbolfoto: Markus BrändliStockholm (rd_de) Drei Studenten haben in Schweden ein System entwickelt, das Pkw-Radios stumm schalten kann. Damit sollen Rettungswagen (RTW) in Stockholm künftig schneller durch den Verkehr zur Einsatzstelle gelangen.

In Kürze soll das System auf Stockholms Straßen getestet werden, berichtete das Fachportal „ingenieur.de” Ende Januar 2017. Bewährt sich die Technik, können RTWs entsprechend landesweit mit dem so genannten EVAM-System ausgestattet werden.

Die Erfinder hoffen, dass Rettungskräfte dadurch zügiger zum Unfallort kommen und Patienten schneller versorgt werden können. Zugleich sollen laut „ingenieur.de” Unfälle mit Pkw-Fahrern vermieden werden, die wegen lauter Musik die Einsatzfahrzeuge überhören würden.

Die Technik basiert auf dem Radio Data System (RDS). Damit sind alle modernen Pkw-Radios ausgestattet. Bisher nutzten Rundfunkstationen RDF dazu, das laufende Programm für Verkehrsdurchsagen zu unterbrechen.

(15.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)

Bremen (rd_de) Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) soll Laien dabei helfen, Leben zu retten. In der Realität scheitert oftmals bereits die Anschaffung solcher Geräte an juristischen Problemen. Eine Änderung der Medizinprodukte-Betreiberverordnung schafft nun Klarheit für Anwender und Betreiber.

Das Wissen um eine Einweisungspflicht trug keineswegs dazu bei, Teilnehmern in Erste-Hilfe-Kursen die Angst vor einer Anwendung der AEDs zu nehmen. Im Gegenteil, die Hemmschwelle wurde nur noch größer.

So lapidar das Wort „Geräteeinweisung” für Fachleute klingen mag, so sehr kann es manchen Laien erschrecken. Im Extremfall führt es zu einer Distanzierung aus Angst, Fehler zu begehen und juristisch zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Aussage in Kursen, dass nach Paragraph 34 StGB (rechtfertigender Notstand) AED-Geräte bei einem Notfall von jedermann bedient werden dürfen, beruhigt wenig. Die Aussage ist für juristische Laien zu abstrakt.

Im Laufe der Zeit kam das Problem auch den Mitarbeitern im Bundesministerium für Gesundheit zu Ohren. In der Abteilung für Medizinprodukterecht häuften sich die Meldungen, wonach die Einweisungspflicht für Defibrillatoren vom Typ eines AED kontraproduktiv sei.

Zum 25. Juli 2014 wurde diese Problematik in der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) durch eine Erweiterung gelöst. Nur herumgesprochen hat sich diese Neuerung bislang kaum.

In unserem eDossier erklären wir den aktuellen Stand sowohl für Laien als auch Rettungsfachkräften. Hier herunterladen!

(Text: Jan C. Behmann, Geschäftsführer Fa. Medicteach, Lehrrettungsassistent, Frankfurt am Main; Cornelia Sauerbier, Fachanwältin für Medizinrecht, Lyck & Pätzold Medizinanwälte, Bad Homburg; Symbolfoto: Markus Brändli; zuletzt aktualisiert: 15.02.2017)

AED_Defibrillator_einsetzen_100eDossier AED: Defibrillator-Einsatz durch Laien
•    Umfang: 4 Seiten
•    Dateigröße: ca. 1,4 MB/PDF-Format
•    Beitrag aus: Rettungs-Magazin 6/2015

Rollstuhlfahrer_MainFrankfurt am Main (BF) Ein 91-jähriger Mann ist am Dienstag (14.02.2017) mit seinem Elektrorollstuhl in Frankfurt in den Main gestürzt.

Der Senior war mit seinem Elektromobil am Nachmittag am Mainufer unterwegs. Gegen 13.20 Uhr stürzte er laut Feuerwehr in den Fluss. Augenzeugen setzten einen Notruf ab und begannen sofort mit einer Rettungsaktion. Unter ihnen war auch eine Berufsfeuerwehrmann, der sich privat am Fluss aufhielt.

Der Feuerwehrmann hängte sich vom Ufer aus in den Fluss, um die Hand des Rollstuhlfahrers zu greifen. Währenddessen bildeten mehrere Passanten eine Kette und hielten den Feuerwehrmann fest.

Gemeinsam gelang es den Ersthelfern, den Verunglückten an Land zu ziehen. Eine alarmierte RTW-Besatzung übernahm die Erstversorgung. Der Patient wurde stark unterkühlt in eine Klinik transportiert.

Neben dem Rettungsdienst war der Wasserrettungszug der Feuerwehr im Einsatz. Mit einem Kran bargen sie den Elektrorollstuhl aus dem Wasser.

(15.02.2017; Foto: Feuerwehr Frankfurt am Main)

Off-Label-Use_580Bremen (rd_de) Wörtlich übersetzt bedeutet „Off Label Use”: der Gebrauch außerhalb des Etiketts bzw. der Kennzeichnung. Gemeint ist damit der Einsatz von bereits zugelassenen Arzneimitteln in einem nicht von der Zulassung umfassten Bereich. Mediziner und Juristen sprechen in diesem Zusammenhang vereinfacht auch von einem zulassungsüberschreitenden Einsatz eines Arzneimittels.

Als Off Label Use gilt die Verordnung eines Arzneimittels, das zwar in Deutschland zugelassen ist, aber nicht für die beabsichtigte Indikation oder Patientengruppe. So ist von Off Label Use die Rede, wenn ein Patient ein Medikament zum Beispiel für die „falsche” Krankheit, in einer „falschen” Altersgruppe oder in der „falschen” Dosierung verordnet bekommt.

Da sich die Zulassung nach Paragraph 22 Abs. 1 Arzneimittelgesetz (AMG) aber nicht nur auf die einzelnen Indikationsbereiche, sondern unter anderem auch auf

•    die Darreichungsform,
•    die Dosierung,
•    das Dosierungsintervall,
•    die Art der Anwendung,
•    die Anwendungsdauer,
•    die Begleitmedikation,
•    die Applikationsart,
•    den Applikationsweg,
•    die Gegenanzeigen und
•    die zu behandelnde Patientengruppe

bezieht, stellt sich somit die Frage, ob nicht alle Abweichungen von der Zulassung unter dem Begriff des Off Label Use zu verstehen sind.

Titel-2_2017_100Mehr zum Thema Off Label Use im nächsten Rettungs-Magazin. Ab 24. Februar 2017 im Handel oder versandkostenfrei in unserem Online-Shop.

(Text: Dr. Ingo Blank, Chirurg und Notarzt; Symbolfoto: Markus Brändli; 14.02.2017)

FeuerwehrBad Wiessee (pol) Bei einer Explosion im Hilfeleistungszentrum des Bayerische Rote Kreuz (BRK) in Bad Wiessee (Kreis Miesbach) sind am Montag (13.02.2017) elf Personen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich das Unglück gegen 13.50 Uhr in dem Gebäude des BRK, welches ebenfalls von Wasserwacht und Feuerwehr genutzt wird.

Zwei Männer zogen sich dabei schwere Brandverletzungen zu. Zudem geriet das Gebäude in Brand. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst rückten an. Die Rettungskräfte übernahmen die Erstversorgung der beiden Schwerverletzten. Das Team eines Rettungshubschraubers brachte die Patienten in eine Klinik.

Neun Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten leichte Rauchgasvergiftungen. Sie wurden vor Ort behandelt. Die Detonation sei Medienberichten zufolge vermutlich durch Schweißarbeiten ausgelöst worden.

(14.02.2017; Symbolfoto: M. Brändli)






- Anzeige -








Bottom